Lila-Liebe Birgit, anbei eine paar Ge-danken zu unserer Farbe

In Liebe - Franka

Wenn es Dir gefällt, verteile es weiter - wir haben uns gestern vor Lila-Lachen kaum einbekommen....
 


Liebe Franka, es gefällt mir und ich so begeistert von unserer *Lila-Invasion*, von unserem *Lila-Frieden*, dass ich JETZT, genau JETZT wieder *Lila Zaubersterne* als geborene Schwarzmondin in die Welt schicke. Mögen sie die ganze Welt erreichen, auf die Erde niederfallen und auch ganz besonders hier in Deutschland in die Herzen der Menschen rauschen .... für eine KLARe Entscheidung in Richtung WAHL ..... Nicht alles ist gut - doch es ist immer noch das Beste für uns zur Zeit.

Unter www.franka-seeliger.de findet ihr die Initiatorin von *Irgendwann wird alles Lila*!

 

 

Lila Lilli

Lilli liebte Lila. Das war Ihrer Mutter eigentlich schon lange bewusst. Aber,  dass es so weit kommen würde, hätte selbst sie nicht gedacht.

Lilli war ein aufgewecktes Kind, dazu fröhlich und aufgeschlossen. Aber mit ihren Dreieinhalb Jahren konnte ihren Willen sehr gut durchsetzen und Ihr Dickkopf war bereits in der ganzen Familie bis hin zum letzten Großonkel durchgedrungen.

Lillis Liebe für Lila fing schon viel früher an, als ihre Mama dachte. Die war der Meinung, dass die uns wohl bekannte Lila Kuh daran Schuld hatte. Mama hatte Lilli ganze Zeit erzählt, dass die Lila Kuh eine Erfindung der Werbung sei und gar nicht wirklich existierte.

Leider hatte sie die Rechnung ohne die Werbemanager gemacht. Und eines Tages stand die Lila Kuh vor dem Einkaufszentrum in ihrem Städtchen und war alles andere als eine Fiktion. Lilli war äusserst entzückt über die Kuh und musste sie von ganz nah betrachten.

Die Kuh war beeindruckt von diesem tollkühnen, blondgelockten Wesen, was sich kuzerhand von der Mutter losriss und zu ihr herüberstürmte. Die Absperrung wurde untertaucht, der Promotion-Typ näckisch angetäuscht und augetrickst um dann unter der Kuh hindurch hinter ihr zu lauschen. Lilli wusste eine Kuh, die echt ist, muß atmen und nicht nur muhen – dass kann ja jede andere auch. Die Kuh atmete. Und wie. Sie schnaubte Lilli voll ins Gesicht. Sie war froh diese kleinen Wesen Mal von Dichten zu sehen. Ihr ganzes Leben hatte sie Kinder nur aus der Ferne beobachtet, sie hatten wohl Angst vor ihr , vielleicht weil sie zu klein waren. Dabei würde eine Mama-Kuh niemals einem Baby was tun, das war doch Ehrensache. Bei den Papas war man sich nie so sicher.

Und heute endlich durfte sie ein winziges Menschenwesen beschnüffeln. Dabei hatte sie heute morgen schon gedacht, alles wäre zu Ende: sie wurde nämlich heute morgen der heulenden Oma-Bäuerin, deren Lieblingskuh war, entrissen und auf einen Hänger geschleift. Dann wurde sie von fremden Leuten wieder abgeladen, angebunden und ihr Fell wurde irgendwie bearbeitet. Es stank so schrecklich, dass Lilo am Liebsten wegelaufen wäre. Aber irgendwann ging das auch vorbei, und da sie die liebste Kuh der Welt war - wie die Oma immer sagte - konnte sie auch das erdulden. Dann zerrte die Leute sie wieder auf den Anhänger und die Fahrt ging erneut los. Lilo dachte es wird ihre letzte Reise, obwohl es ja auch ihre erste war. Es sei denn man zählte die Ausflüge zu Fuß auch mit. Nämlich davon hatte sie viele unternommen. Meistens Nachts, denn die Oma machte sich zu viele Sorgen, wenn ihre Lieblingskuh am Tage verschwand. So machte sie einfach Nachts ihre Spaziergänge und hier wird auch nicht verraten, wie sie den Stall öffnete.

Sie atmete also eine große Brise des Duftes von der kleinen Lilli ein und freute sich über den Wohlgeruch des Kindes. Sie war so aufgeregt, dass sie mit den Nase ganz dicht ran ging und die Wange der Kleinen berührte. Oh je. Jeder, der schon mal eine Kuhnase angefasst hat, weiss, dass diese immer ziemlich schleimig und sehr feucht sind. Selbst Kuhnasenkenner - wie ich - finden das Gefühl von ihnen berührt zu werden, nicht so toll. Ganz anders bei Lilli. Sie war sehr beglückt. Die Kuh atmete nicht nur, sondern sie hatte auch noch Schnupfen. Das war ja wohl genug Lebensbeweis. Selbst für ihre Mutter.

Der ganze Promotionstand war in heller Aufregung, aber der eigens engagierte Kuhbetreuer, war mal grad “für kleine Kuh-Betreuer” – sprich auf’m Topf - und so redete man nun beruhigend auf die Kuh Lilo und das Mädchen Lilli ein. Die beiden verstanden sich aber viel zu prächtig, als dass sie daran dachten, ihre wortlose Unterhaltung zu beenden. Irgendwann reichte es Mama. Sie tauchte wie zuvor ihre Tochter unter der Absperrung unterdurch, quetschte sich an dem Kuh-Hintern vorbei und griff ihre Tochter. Die Menschentraube, die sich gebildet hatte, applaudierte. Kuh Lilo und Kind Lilli schauten sich noch einmal in die Augen und Lilli winkte ihrer neuen Freundin liebevoll zu.

“Mama, die Kuh lebt. Du hast gelogen. Lila Kühe gibt es wohl.” Sie schaute ihre Mutter fest in die Augen und lächelte wissend. Die Kuh hatte ja sogar Schnupfen und nicht nur geatmet, dass wollte sie aber nur im Notfall erzählen. Denn man erzählt ja nicht überall rum, wenn ein Freund krank ist. Die Mutter fing an darüber zu lamentieren, dass irgendwelche Werbefuzzies sich was neues ausgedacht hatten, und tatsächlich ein armes Tier für ihren Wahn herhalten müssen. Man sollte den Tierschutz einschalten. Bla. Bla. Bla. Lilli hörte nicht mehr zu. Das wissende Lächeln verschwand den ganzen Tag nicht mehr von Ihrem Gesicht. Und sie verlor kein Wort mehr über die Kuh.

Statt dessen war ihr Leben von einem Lila geschwängert, welches seines gleichen sucht.

Wie gesagt, das war Mamas Version. Lilli hatte mal versucht, ihr zu erklären, was es mit dem Lila auf sich hat. Aber Mama hatte genervt abgewinkt. Einem dreijährigen Kind zu zuhören, wie es den Einfluß einer Farbe auf die Lebensqualität erläutert, war selbst ihr zu müßig.

So hatte Lilli ihr Geheimnis für sich behalten dürfen. Aber Euch kann ich es ja erzählen.

Lilli liebte Lila. Denn Lila erleichtert das Leben.

Mit einem Lila-Lätzchen wird jeder Brei zur Lila-Lieblingsspeise vorausgesetzt man beutzt den Lila-Löffel. Selbst das schreckliche Sonntags-Kleid wird mit Lila-Lackschuhen erträglich. Man kann prima Lila-Lernen oder Lila-Lesen unter einer Lila-Lampe. Der verhasste Pauker wird zum Lila-Lieblings-Lehrer.

Mit Lila-Lebensfreude wird selbst ein Schurke zum Lila-Lump. Versuch einfach selbst einmal!

Und du wirst sehen:

Irgendwann wird alles Lila!
 

 

 

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